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Michael Jacobs: <br>All that Jazz
Buchhandlung

Michael Jacobs:
All that Jazz

„Ende der dreißiger Jahre konnte man auf den Straßen Harlems einem Mann begegnen, der allen Vorüberkommenden, die geduldig genug waren, ihm zuzuhören, erklärte, dass die Musik, die in zahllosen Bars, Nachtclubs und Ballrooms gespielt wurde und mit der viele Swingmusiker das große Geld verdienten, eigentlich seine Musik sei. Er habe den Jazz erfunden, sagte er, und »bis 1926 , als ich mich in New York niederzulassen beschloss, hatten sie hier nicht die blasserste Ahnung davon, was richtiger Jazz war«.“

Die Jazzgeschichte ist eine sehr unterhaltsame Angelegenheit: Da gibt es Jelly Roll Morton, der überall herumläuft und erzählt, er habe den Jazz erfunden, dann Bud Powell, der bei einem Auftritt im New Yorker Birdland so sturzbetrunken ist, dass ihm nur noch das Thema von “Little Willie Leaps” einfällt und Stan Getz, der mit dem Finger in der Jacke einen Apotheken-Überfall versucht, um an Drogen heranzukommen.

All that Jazz heißt das Buch, in dem derartige Geschichten stehen. Ein unterhaltsames und kurzweiliges Werk, nicht nur für Jazzfachleute. In vierzehn Kapiteln beschreibt der Autor Michael Jacobs die Entwicklung des Jazz vom Ragtime und New Orleans Jazz über Chicago, Bigband-Jazz, Swing, Bebop, Cool Jazz und Hard Bop bis zu Free Jazz, Fusion und der Jetztzeit. 


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